Wer sich oft fragt, wieso er sich ohne erkennbare äußere Gründe mies gelaunt, traurig und abgeschlagen, abgelehnt, sorgenvoll, müde und leer fühlt, hat wohlmöglich eine gestörte Darmflora. Denn Traurigkeit, Angst, innere Unruhe, Selbstwertzweifel, Stress und Reizbarkeit bis hin zu handfester Depression können durch den Darm und Entzündungen verursacht und gefördert werden. Dass der Darm und Depression zusammenhängen, führte jüngst dazu, dass es als zweite Form der Depression betitelt wurde. Mittlerweile ist auch bekannt, dass es die Psyche stärkt, die Darmflora (z. B. durch eine Darmsanierung) zu stabilisieren. Damit ist klar, dass für psychischen Beschwerden neben Verlusten, einschlägigen Lebenserfahrungen, Burnout und Boreout auch Darmbakterien durch bestimmte Lebensmittel, anhaltenden Stress bzw. schädliche Lebensumstände und -gewohnheiten verantwortlich sein können. Die zweite Form der Depression ist somit recht leicht umkehrbar – in psychische und physische Gesundheit.

 

Darm und Depression, Stress und Angst: Gibt es einen Zusammenhang?

Der Darm und Depression hängen zusammenDer menschliche Darm wird von der Wissenschaft mittlerweile als zweite Ursache für Depressionen, Angst und Panikattacken sowie innere Unruhe, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen anerkannt.

Damit kommt dem Zusammenhang Darm und Depression eine Bedeutung zu, die eng mit der Nahrung, die wir zu uns nehmen, in Verbindung steht.

Unsere Darmschleimhaut hat eine Größe von 400-500 m² und trägt besondere Aufgaben. Wichtige Nährstoffe, die dem Körper Energie liefern, werden durch die Darmschleimhaut aufgenommen, während Pilze, Bakterien und andere Keime, die Krankheiten auslösen können, abgewehrt werden müssen.

Der Begriff des Leaky Gut schwirrt seit geraumer Zeit in Internetartikeln herum. Was die wenigsten Artikel allerdings benennen, ist, dass ein Leaky Gut der Hauptverursacher für anhaltende Angstzustände, Panikattacken, depressive Verstimmungen und körperliche Beschwerden sein kann. Immerhin besteht unsere Darmschleimhaut aus 80 % des Immunsystems (Immunzellen). Außerdem ist der Darm von mehr als 100 Millionen Nervenzellen ummantelt. Deshalb hört man auch häufig den Begriff Bauchhirn bzw. Darmhirn. Denn der Darm liefert 90 % aller Informationen zurück ans Gehirn. Das Gehirn wiederum schickt aber nur 10 % Information an den Darm. Er ist dafür verantwortlich, unsere Verdauung zu gewährleisten und steuert somit nicht nur die Darmmuskulatur, sondern auch den Transport der Nahrung und die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. ist die Darmschleimhaut jedoch durchlässig, können sowohl Keime und Bakterien eindringen als auch wichtige Vitalstoffe weniger gut aufgenommen werden. Diese Vitalstoffe benötigt jedoch unser Körper, auch um eine psychische Stabilität gewährleisten zu können. Eisen, Magnesium, Vitamin B6 und B12, Vitamin D, Calcium und Kalium sind nur einige Stoffe, ohne die unser Gehirn keine (psychische) Gesundheit garantieren kann.

 

Darm – Glückshormone Serotonin & Tryptophan = Depression, Angst, Unruhe

Doch die Darmschleimhaut besteht auch aus Zellen, die Botenstoffe bereitstellen: So werden zum Beispiel 95 % des Glückshormons Serotonin, ein Neurotransmitter, in unserer Darmschleimhaut hergestellt. Dieses Hormon steuert nicht nur unser Glücksempfinden, sondern auch unsere Schmerzempfindlichkeit. Leidet der Damen jedoch unter Entzündungsprozessen, versucht er mit bestimmten Aminosäuren dagegen zu wirken. Doch für diese Aminosäuren benötigt er Tryptophan, ein weiterer Botenstoff, der für die Bildung von Serotonin benötigt wird.

Unterschwellige Entzündungen im Darm spielen bei Serotoninmangel also eine erhebliche Rolle. Denn der Körper fokussiert sich darauf, die Entzündungen zu beheben. Dadurch wird die Serotonin-Bildung (teilweise extrem stark) eingeschränkt. Somit haben wir dann auch die Erklärung, wieso Reizdarmsyndrome bis hin zu schweren Darmentzündungen leicht zu depressiven Verstimmungen, innerer Unruhe, Aggressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Angstzuständen und Panik führen können. Werden solche Entzündungen zu lang ignoriert und bleiben unbehoben, kann es zu schweren Depressionen, Angststörungen und weiterem kommen. Das hat sich mittlerweile auch bei den meisten Medizinern als Tatsache erwiesen.

 

Vorstufe Darm und Depression, Angst und Panik: Reizdarmsyndrom

Eine Vorstufe solcher gestörter Prozesse ist u. a. der vielseits bekannte Reizdarm, der Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen auslösen kann. Man geht davon aus, dass hinter dem Reizdarmsyndrom vor allem unverdaute Probleme stecken. Neben diesen Symptomen lässt sich ein durchlässiger Darm bzw. Entzündungen im Darm, die Depressionen und Angstzustände hervorrufen können, auch an folgenden Beschwerden erkennen:

  • innere Kälte
  • Zittern
  • Anspannung der Muskeln
  • flacher Atem
  • mulmiges Gefühl im ganzen Körper
  • Schlafprobleme (Hier sind sich die Wissenschaftler noch uneinig.)
  • Nahrungsempfindlichkeiten
  • innere Unruhe
  • Müdigkeit
  • Verschlimmerung bei Stress und Besserung bei Entlastung

Ein kleiner Speicheltest zeigt schon, ob es ein Problem mit dem Darm gibt: Die Pilze (z. B. Candida) im Darm lassen sich durch den Wasserglas-Test erkennen. Dazu spuckt man morgens, direkt nach dem Aufstehen, in ein Glas mit Wasser und lässt es 20 Minuten stehen. Bei wem sich die Speichelfäden von oben nach unten ziehen oder sie sich grau, wolkig oder flockig verhalten, der hat recht sicher einen Darmpilz. Wenn der Speichel jedoch an der Wasseroberfläche schwimmt, braucht man nichts zu befürchten.

 

Abhilfe bei Reizdarmsyndrom: Was man selbst gegen Beschwerden im Darm tun kann

Wer bei sich einen Reizdarm vermutet, kann zuerst versuchen, mit den folgenden Behandlungsmöglichkeiten dagegen zu steuern:

  • Verzicht auf blähende Kohlgemüsearten, Bohnen und andere Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch sowie scharfe Gewürze
  • ausreichend Bewegung zum Ankurbeln des Darms
  • gleitfähige Ballaststoffe statt schwer verdauliche, konservierstoffbelastete Nahrung, die Blähungen auslöst (besser: Hafer(flocken), Leinsamen, Chaisamen usw.)
  • viel frisches Obst und Gemüse
  • ausgewogene und faserreiche Nahrungsmittel
  • viel stilles Wasser trinken (Kohlensäure bringt den Säure-Basen-Haushalt durcheinander)
  • auf Kaffee sowie grünen, schwarzen und weißen Tee weitestgehend verzichten
  • in Ruhe und vor allem langsam essen.

Sollte der Reizdarm hartnäckig bleiben, haben sich Gesprächs- und Verhaltenstherapien, Sport und Tatsache Autogenes Training und weitere Entspannungstechniken als hilfreich erwiesen. Denn klar ist: Je weniger Stress und stressige Nahrungsmittel, desto besser geht es dem Darm.

 

Darmsanierung bei Depressionen, Angstzuständen und innerem Stress

Vorweg: Schwerwiegende Entzündungen kann so eine Darmsanierung natürlich nicht kurieren. Hier empfiehlt sich zweifelsohne der Gang zum Arzt. Darmsanierungen sollten auch nur dann durchgeführt werden, wenn es Beschwerden gibt, die das alltägliche Leben belasten.

Für mich bestand zu meinen Angst- und Panikzeiten (und bis heute bei Stress & Belastungen) der Weg aus Darmsanierung, die morgens mit Bentonit beginnt, zwischendurch mit gesunder Ernährung und Darmbakterien sowie Mineralstoff- und Vitalstoffzufuhr begleitet wurde, und abends mit Bentonit abschließt.

Bentonit ist in meinen Augen die weltbeste Heilerde und bündelt alle Gifte im Körper, sodass sie durch den Stuhl wieder hinausbefördert werden. Ob Pizza, Pasta, Alkohol, ein paar Zigaretten zu viel oder Schoki am Abend: Bis zum Morgen sind sie durch die Heilerde im Magen-Darm-Trakt gebündelt worden und werden beim ersten, zweiten Stuhlgang wieder aus dem Körper verbannt. Ich nehme sie in Kapselform (diese hier) ein, weil mir die Pulverform nicht schmeckt.

Die Darmbakterien bauen die Darmflora nachhaltig wieder auf und können bis zu vier Wochen täglich genommen werden. Danach sollte es eine kleine Pause geben. Während der Einnahme der Dambakterien sollte man wirklich versuchen, sich so gesund wie möglich zu ernähren, da man sonst die Wirkung der Bakterien wieder zunichte machen würde. Schade um das Geld, denn die Bakterien können schön ins Geld nehmen, je nach Wahl der Marke und Zusammensetzung. Ich habe über die Jahre einige ausprobiert und blieb am Ende immer bei dem Hersteller effective nature hängen. Nicht etwa, weil große Portale darauf aufmerksam machen, sondern weil sich dahinter ein Schweizer Unternehmen verbirgt, das als eines der wenigen überhaupt Angaben zu Zusammensetzung, Herkunft und Dosierungen macht. Daher verwende ich nur diese Bakterien.

Mineralkomposita und Vitalstoffe sind ein weiterer, sehr umstrittener Markt. Auch hier habe ich mit vielen Ausprobierphasen von sehr schlechten bis zu sehr guten Erfahrungen machen dürfen. Über Drogerieprodukte, Apothekenprodukte, Schüssler Salzen, Schindeles Mineralien, Gerstengrassaftpulver habe ich alles ausprobiert. Jetzt bin ich bei der eierlegenden Wollmilchsau gelandet: LaVita (nur über den Hersteller bestellbar), unter dieser Webadresse erreichbar: https://www.lavita.de/. Der dickflüssige Saft wird 1-2x täglich mit Wasser vermengt getrunken und schmeckt nach Multivitamin. Er wird von einem bayrischen Familienunternehmen hergestellt und enthält alles, was der Körper braucht, vor allem, um Serotonin zu boosten. Nicht ganz preiswert mit 50 Euro für circa zwei Monate, aber eine sehr glücklich machende Sache, wie ich finde, besonders für Raucher, Allergiker, Vegetarier, Veganer & Co.(, also Menschen wie mich).

Natürlich gibt es etliche, bereits zusammengestellte Präparate zur Darmsanierung. Generell sollte man darauf achten, dass sie aus einem giftstoffbindenden und einem darmaufbauenden Produkt bestehen. Dann noch mit eigenem Willen die Ernährung anpassen und der Darmsanierung steht nichts mehr im Weg. Nach maximal zwei Wochen sollten sich die ersten, sehr positiven Ergebnisse einstellen. Bei wem das nicht der Fall ist, der hat entweder ein Präparat erwischt, das nichts taugt, oder aber hier und da ein wenig zu schlechte Ernährung trotz Sanierung zu sich genommen.

 

Entspannungsübungen für den Darm, die die Verdauung anregen

Als Körperübungen, um den Darm und die Verdauung anzukurbeln, empfehlen sich Spaziergänge, Posen aus dem Yoga und Bewegungen des Dehnens, die die Bauchmuskulatur beanspruchen, genauso wie reine Bauchmuskelübungen. Hüpfen und Laufen ist so eine Sache, da es dazu führen kann, dass es zu zu viel „Durchrüttelung“ führen kann. Druck auf den Bauch aber regt immer die Verdauung an und ist deshalb mehr als nützlich.

Idealerweise kombiniert man Übungen mit entspannender Musik. An dieser Stelle möchte ich gern erneut auf meine Playlist bei Spotify hinweisen (The most SOOTHING songs), erstellt von Janett Leznem (also mein Nachname rückwärts). Dort finden sich alle Lieder, die laut einer 2016ner Studie aus Großbritannien das Stresslevel um bis zu 65 Prozent senken. Achtung: Nicht beim Autofahren hören.

 

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