Menschen, die zu sehr lieben, wissen, wie schmerzhaft es ist, über seine Grenzen hinaus zu gehen und sein Leben zu vernachlässigen, nur um einen Mann oder eine Frau für sich – als Partner oder Partnerin – zu gewinnen. Sie wollen ihre Liebenswürdigkeit beweisen, in dem sie bereit sind, alles zu tun, um eine Beziehung zu gewinnen oder zu erhalten. Oft wählen sie als Partner einen Menschen, der besonders hilfebedürftig ist. Denjenigen zu heilen, zum Lieben zu bewegen, zum Wachsen zu motivieren und so die Liebe, die sie sich selbst wünschen, zu erhalten, wird zur Sucht. Später müssen sie festzustellen, dass die Wahl keine sehr gute war. Am gefährlichsten jedoch ist: Irgendwo dazwischen verlieren sie sich im Leben des anderen und bleiben ohne alles zurück, wenn sie verlassen werden, die Liebe unerwidert bleibt oder die Partnerschaft zerbricht.

Die Existenz dieser emotionalen, aber gefährlichen Tiefe ist keine unbeschriebene Sache in der Literatur. Bereits 1985 veröffentlichte die Autorin Robin Norwood ein Buch mit dem Titel Wenn Frauen zu sehr lieben – Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden. Darin beschrieb sie, was es bedeutet, wenn man zu sehr liebt und wie man sich davon befreit.

 

„Wenn Frauen zu sehr lieben“: Noch heute ein Bestseller unter den Selbsthilfebüchern

wenn frauen zu sehr lieben rezensionIch habe dieses Buch seit Jahren in meinem Bücherregal. Aber erst vor einigen Tagen holte ich es wieder heraus: Ich habe noch immer meine ehemalige Beziehung nicht verarbeitet, in der auch ich zu sehr liebte oder zumindest zu viel gab und zu wenig erhielt. Anfangs dachte ich beim Lesen: „Muss ich mich etwas hineinfinden. Liest sich nicht wie ich.“ Bis ich mit dem Vorwort durch war und das erste Kapitel begann. Da wurde mir mulmig und ich musste mir eingestehen: Zu sehr zu lieben ist nicht pathologisch, sondern kann jedem geschehen, der sich mehr Aufmerksamkeit und Liebe gewünscht hätte – und noch heute ersehnt.

Wo alles begann: Es liegt bei allen in der Kindheit, wenn man der Autorin Glauben schenkt. Wer destruktive bzw. gestörte Familienbeziehungen hatte, der setzt diese – weil es ein Leid ist, das einem vertraut ist – in seiner Zukunft fort. Man möchte wieder gut machen, was damals schief gelaufen war. Man möchte im erwachsenen Dasein die Sache selbst in die Hand nehmen und sich endlich die Liebe, die man als Kind irgendwo vermisste, ergattern. Man möchte jene Männer oder Frauen, die besonders interessant sind – weil sie meist unerreichbar oder emotional nicht verfügbar sind, gewinnen. Man möchte den Kampf, wappnet sich erneut (so wie damals) und holt samt allem auch die alten Gefühle und Leidzustände wieder hervor.

 

Wenn Frauen zu sehr lieben: Überblick der Themen

Auf 341 Seiten beschreibt Norwood die typischen Herausforderungen von Frauen, die zu sehr lieben: Beginnend mit dem Schmerz der unerwiderten Liebe, widmet sie sich dem Kampf der Frauen, beweisen zu wollen, wie liebenswert sie sind. Sie nutzen oft Sex, um Beziehungen zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, verwechseln eine innige und leidenschaftliche Sexualität allein mit Liebe, verzichten freiwillig auf Ehrlichkeit, Verständnis, Respekt oder emotionale Sicherheit. Auch wenn die letzten, fehlenden Beziehungswerte oft die Auslöser sind, die ihre innere Welt aus den Fugen geraten lässt, scheinen sie Liebe immer mit Drama und Leid zu brauchen.

Verlässliche Beziehungen scheinen zu öde. Es geht ihnen darum, gebraucht zu werden, die Angst, eben nicht gebraucht zu werden, nicht spüren zu müssen. Ein Kapitel widmet Norwood allein dem Typus Mann, der verstärkt solche Beziehungen bzw. suchende Frauen braucht (mehr siehe unten). Sie beschreibt die Schatten und die Co-Abhängigkeit in den schmerzhaften Beziehungen. Sie bringen immer Selbstaufgabe und große Opfer mit sich, die in einigen Fällen bis in den Tod gehen können.

Der Spiegel schrieb als Reaktion auf das Buch 1988, „Frauen, die in ihrer Kindheit gelernt hätten, „ich werde nur geliebt, wenn ich gebraucht werde“, seien die Verlierer in ihren Beziehungen. Sie kämen ihr Leben lang von diesem Muster nicht los, begleitet von entsprechend anstrengenden Männern.“ Da es für einige Menschen wirklich sehr schwer ist, das Bild, das sie in ihrer Kindheit von „Partnerschaft“, „Liebe“ und „Geborgenheit“ gewannen, zu ihren Gunsten zu verändern, beschreibt Norwood in den Folgekapiteln Wege zur Heilung und Strategien, wie diese gelingen kann.

 

Frauen, die zu sehr lieben, kennen diese 14 Merkmale genau

Die nachfolgenden Merkmale wurden von mir erweitert.

1. Ein kaltes, destruktives oder unsicheres Beziehungsmuster in der Kindheit

Wenn Kinder Angst habenSie kommen aus Familien, in denen Liebe, Wärme, Akzeptanz, Geborgenheit, Ehrlichkeit Mangelgüter waren. In den wenigsten Fällen erhielten sie, was sie brauchten, um ihre emotionalen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Egal, was sie auch taten. Vielleicht war es die mittelpunktbezogene und neidische Mutter, der abwesende oder kranke, süchtige Vater, die Geschwister, denen Vorrang gegeben wurde. Auch Elternteile, die zu sehr an dem Kind zerrten, es nicht atmen ließen und die Trennung fürchteten, fallen darunter. Aber auch extreme Glaubensmuster in Bezug zu Geld, Arbeit, Religion, Bildung, Politik, Hausarbeiten, Sport, Freizeit usw., die an die restlichen Familienmitglieder weitergegeben werden, eingehalten werden sollen, erweisen sich als schwierig. All das erfordert ein sehr frühes Erwachsensein, das das Kind nicht leisten und verarbeiten kann.

2. Weil sie sehr darunter litten, dass ihnen Liebe und Fürsorge verwehrt blieben, werden sie so liebevoll und fürsorglich, wie sie selbst behandelt werden wollen. 

Sie suchen sich eher Menschen und Partner, die anfällig sind, krank oder bedürftig, hilfesuchend oder von vorherigen Beziehungen lädiert. Frauen, die zu sehr lieben, finden sich deshalb oft in sozialen oder beratenden Berufen. Sie identifizieren sich mit den Leiden und versuchen, besonders dem sexuell interessantem Geschlecht zu helfen, damit es ihnen selbst besser geht. Laut Norwood müssen sie „verstehen, dass es unsere eigene Sehnsucht nach Liebe und Hilfe ist“. (S. 34)

3. Auf der Suche nach Liebe bei ähnlich emotional kalten oder falschen Menschen verlieren sie sich im Kampf, sich als liebenswert beweisen zu wollen. Norwood beschreibt, dass sie eventuell vergebens um die Liebe eines Familienmitglieds gekämpft haben, was die Ursache für ihr später es Handeln legte. Sie inszenieren dasselbe Unglück von damals, als sie besonders lieb, nett, fleißig, gehorsam, brav oder nützlich waren, um Liebe zu erhalten. Bräuchte man nur „man selbst“ sein, um geliebt zu werden, wäre es unnütz und langweilig. Es ist wie ein Mechanismus, der falsch gelernt wurde, und automatisch abläuft. Gleichzeitig aber birgt er auch die Chance, ihn auszuhebeln.

Autogenes Training gegen Ängste4. Ihre große Trennungsangst bringt sie dazu, beinahe alles zu tun, um die Beziehung aufrechtzuerhalten. Trennungen können nicht nur Verlassenwerden bedeuten, sondern auch emotionale Trennung im Sinne einer lieblosen Atmosphäre. Das bedeutet innere Leere  und Schuldempfinden und tut allen Menschen schrecklich weh. Doch in diesem Fall erinnert es an jene Menschen unserer Kindheit, die uns verließen oder aber den Eindruck erweckten, sie würden uns verlassen, wenn wir nicht etwas Bestimmtes tun oder lassen.

5. Sie sind bereit, ihre gesamte Zeit und Kraft, ja ihr ganzes Leben, diesem einen Menschen zu widmen, um ihn durch ihre Liebe zu ändern. Sie erbringen Leistungen, um aus dem Menschen einen komplett anderen zu machen – den, den sie haben wollen, der ihnen gibt, was sie sich so sehr wünschen. Sie verstehen dabei nicht, wie überzogen und selbstschädigend es ist, was sie dem Menschen als „Hilfe“ geben.

6. Sie sind so sehr an zu wenig Liebe und emotionale Sicherheit gewöhnt, dass es ihnen nichts ausmacht, zu warten und zu leiden, solange bis sie bekommen, was sie brauchen. Sie versuchen, dem Menschen zu gefallen, mit allen Mitteln. Vielleicht hat man noch nicht genug getan oder hätte etwas sein lassen sollen, vielleicht wird alles besser, wenn er erst einmal xyz verstanden hat. So werden alle kleinen Versprechen oder Signale als positives Signal gedeutet, dass die Mühe es wert war, nur um dann wieder enttäuscht zu werden. Man lebt ausschließlich in der Hoffnung.

7. Sie übernehmen beinahe die gesamte Verantwortung, Pflicht und Schuld auf sich, um sich zu beweisen. Als Kinder waren sie oft frühe Erwachsene, mussten anpacken oder handeln, wie es Erwachsene tun. So erhofften sie sich Aufmerksamkeit und erhielten ihre Welt, in der sie für ihre Leistungen Liebe erfahren könnten. Dabei waren sie für die Verantwortung noch viel zu jung. Sie konnten die Aufgaben und Pflichten nicht tragen und seelisch nicht verarbeiten. Doch sie kennen sich im weiterem Leben noch gut damit aus, um dieses „Pseudo-Erwachsensein“, wie Norwood es nennt, fortzusetzen, und so ihre Liebeswürdigkeit zu beweisen.

8. Ihr Selbstwert ist ungesund niedrig. Sie glauben, sie hätte Liebe und Glück nicht verdient. Sie vermuten, sie müssten sich erst beweisen, um in der Liebe auf einfache Weise zufrieden sein und Gutes erhalten zu dürfen. Sie haben nur wenig oder keine Selbstachtung und fühlen sich wegen ihrer Fehler schuldig. Sie wollen ihre Beziehungen und Partner kontrollieren, um die fehlende Sicherheit oder Enge in der Kindheit nicht erneut zu spüren.  Die Angst davor, wieder die Hochs und Tiefs der emotionalen (In-)Stabilität erfahren zu müssen und die Trennungsangst, die das mit sich bringt, veranlasst sie dazu, die Zügel straff zu halten. Am besten gelingt das mit einer Maske, die bei vielen wie Hilfsbereitschaft aussieht.

9. Sie jagen einem Traum, einer Illusion von der perfekten Beziehung hinterher, und ignorieren die harte Realität, um sich von ihrem Traum nicht trennen zu müssen. Sie haben ein Bild des perfekten Mannes in der perfekten, liebevollen Beziehung, wenn frauen zu sehr lieben die heimliche angst nicht gebraucht zu werdendas sie ermutigt. Sind sie bereit, alles zu tun, um ihr Ideal in eine reale Welt umzuwandeln, so bringt ihnen das ihr lang ersehntes Glück. Doch beim genauen Hinsehen fällt eines auf: Sollten sie es wirklich schaffen, würden sie es nicht mehr wollen. Norwood beschreibt etliche Fälle, in denen aus Menschen, die zu sehr lieben, plötzlich Menschen, die gar nicht mehr lieben, wurden. Weil sie erreicht hatten, was sie wollten.

10. Sie befinden sich in einer Abhängigkeit von Männern und dem Gedanken, dass Liebe Leid bedeutet. Sehnsucht, Verzehrung, pausenlose Gedanken an die kommenden, gemeinsamen Stunden, Grübeleien darüber, wie man den Menschen in eine Beziehung verführt, große Pläne, wie man den Menschen ändern kann, um alles wiedergutzumachen, was ihn wohl am Lieben hindert: Diese Merkmale fließen in die Abhängigkeit hinein und formen sie. Sie entspringen dem Leid beider Partner und widmen sich dem Leid von wenigstens einem der Beteiligten. Statt auf ihr Gefühl zu hören, zu erkennen, dass sie nicht zurückerhalten, was sie sich wünschen, investieren sie noch mehr Gefühl, Zeit und Energie in das Gelingen.

11. Sie könnten suchtanfällig sein, zum Beispiel für Drogen, Alkohol, Tabak, Zucker, Sex, Sport usw.

12. Sie vermeiden es, sich durch die Ablenkungen Gedanken über sich und ihr Leben zu machen. Sie suchen sich stattdessen Menschen, die mehr oder größere Probleme haben, die ihre maßlose Anteilnahme und Aufmerksamkeit bedürfen. Sie lassen sich lieber in die Labyrinthe anderer verstricken, als in ihrem eigenen Leben Ordnung zu schaffen. Sie kennen ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse, Werte und vor allem Ziele so gut wie gar nicht. Aber sie sind gut im Erkennen der anderen – mit dem, was sie brauchen.

13. Norwood vermutet auch eine mögliche Anfälligkeit zu depressiven Verstimmungen, denen sie mit dem emotionalen Tumult einer schlechten Beziehung versuchen, aus dem Weg zu gehen. Je dramatischer oder aufregender ein Verhältnis ist, desto mehr ist los bzw. weniger Langeweile kommt auf. So können sich Frauen, die zu sehr lieben, von ihren Stimmungstiefs ablenken.

14. Liebe, nette, zuverlässige und einfühlsame Männer finden sie langweilig. Die Jahre, in denen sie sich mit „zu wenig“ arrangieren mussten, haben sie daran gewöhnt, Leid zu befürworten. Damit können sie umgehen; darauf haben sie sich eingestellt. Echte Nähe jedoch, die von Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge geprägt ist, kennen sie nicht. Liebevolle und ehrliche Männer, mit denen eine Partnerschaft sicher und mühelos wäre, erachten sie beinahe als zu „leicht“ und damit „zu schön, um wahr zu sein“.

 

Frauen, die zu sehr lieben, ziehen Männer an, die sich zu sehr lieben lassen

Anstatt auszuflippen, lieber Selbstbehauptung übenDieses Kapitel von Norwood fand ich besonders spannend. Denn die Fragen „Welche Männer stehen hinter Frauen, die zu sehr lieben? Was macht sie aus, was macht sie anders?“ lassen interessante Einblicke zu. Um es mit Norwoods Worten zu sagen:

„“Brauchst du mich?“ fragt insgeheim die Frau, die zu sehr liebt. „Wirst du dich um mich kümmern und meine Probleme lösen?“ lautet die unausgesprochene Frage hinter den ausgesprochenen Worten des Mannes, der diese Frau vielleicht als Partnerin wählen wird.“ (1991, S. 168)

Mir fielen anhand der Beispiele Muster auf, die Norwood so genau nicht benennt. Nebst der Tatsache, dass es sich bei den Männern um hilfsbedürftige und meist co-abhängige Menschen handelte, waren sie oft verwitwet oder wurden gerade verlassen; andere waren kriminell, medikamenten-, drogen- oder alkoholabhängig. Wieder andere waren süchtig nach Sport, Essen oder anderen „Füllern“. Gleich, welches Problem im Mittelpunkt stand, sie haben Merkmale gemeinsam:

  • Sie sind unerreichbar, entweder lokal, familiär oder emotional und haben ein großes Abhängigkeitsbedürfnis.
  • Sie können wahre Nähe wenig aushalten. Die Beziehung nährt sich nur durch ihr „Problem“, das die Hilfsbereitschaft der Frau, die zu sehr liebt, erweckt. Sie übernimmt die Verantwortung für die Aufgabe, die er nicht gewillt ist, zu lösen.
  • Sie suchen eine vermeintlich starke und vor allem kluge Frau, die sich mit solchen Problemen gut auskennt oder bereit ist, diese wenigstens zu dulden, zu decken oder zu handhaben. Das stärkt ihren Selbstwert.
  • Sie suchen eine Frau, die ihnen verspricht, den Mangel, die Leere, in sich zu füllen. Sie wollen gebraucht und umsorgt werden. Sie haben in sich eine Verzweiflung aufgrund ihrer Lebenssituation, die schmerzhaft ist und Hilflosigkeit auslöst. Doch diese Gefühle können und wollen sie nicht spüren.
  • Es ist bestärkend und schmeichelhaft, dass sie in ihrer Situation von einer solchen Frau wahrgenommen und mit Aufmerksamkeit bedacht werden.
  • Sie wollen das Gefühl nach Anerkennung so oft wie möglich spüren (auch Begierde in Fällen von Affären). Ihre Lebenssituation spielt dabei keine Rolle.
  • Sie wissen (meistens), dass sie der Frau aufgrund ihrer belasteten Lebenssituation wenig bis nichts bieten können.
  • Sie suchen nach Schutz, Anteilnahme, Mitgefühl und Sicherheit; das hat eine enorme Anziehungskraft auf sie.
  • Sie lassen die Frauen um sich kämpfen. Das nährt ihr Gefühl nach Anerkennung, Sicherheit, Stärke (auch Größe) und Gebrauchtwerden.
  • Sie können so gut wie alles falsch machen. Das wissen sie – und tun es deshalb meist auch. Die Frau, die zu sehr liebt, wird es in den meisten Fällen hinnehmen und selbst Jahre warten.
  • Ihre wahrhaftige Liebesfähigkeit (im Sinne von echter Nähe im Alltag) ist genauso angeschlagen und gering, wie die der Frau.
  • Deshalb haben sie meist ein Schutzschild (eine Obsession, Job, Kinder, Geld, Sucht, etc.), das sie vor zu viel Nähe (zulassen müssen) schützt und als Grund dient, sich (aus Angst) zurückziehen zu können.

Fragwürdiger Titel: Geschieht das wirklich nur Frauen?

Psychologie Angst BlogAls ich das Buch las, wurde mir schnell klar: Das passiert nicht nur Frauen. Ich kenne Dutzende Männer, die zu sehr lieben, bzw. eine Kindheit hatten, die sie lieblos und mit fehlender Geborgenheit zurückließ. Auch sie sind heute auf der Suche nach einer Partnerschaft, in der sie ihre Liebe beweisen können, darum kämpfen können, während sie wenig vom Gewünschten zurückbekommen. Sie leiden genauso wie Norwood es bei Frauen beschreibt.

Denn Menschen, die zu sehr lieben, verbindet eines: Sie würden

  • sich für die Liebe eines Partners bis zur Selbstaufopferung auslaugen,
  • dabei zusehen, wie es sie körperlich und seelisch krank macht,
  • Leidenschaft und Sexualität mit Liebe gleichsetzen,
  • zulassen, dass diese Besessenheit von einem Menschen das eigene Leben mit den Gefühlen, Zielen und Verhalten bestimmt
  • und sich dennoch nicht trennen oder den Menschen im Herzen loslassen können.

Gleichzeitig würden sie viel tun, um diese Belastungen loszuwerden.

Solltest du auch dazugehören, kann ich dir das Buch von Robin Norwood nur empfehlen. Es bietet dir liebevolles, aber klares Verständnis und Wege aus der Lage heraus. Auch ich sehe nach dem Lesen des Buches einiges anders. Besonders aber ist mein Selbstmitgefühl für mich gestiegen: Wir sind alle nur Menschen, machen Fehler und leiden unter einer Situation. Aber wie das Leben mit Liebe in der Zukunft aussieht, entscheidet ein jeder für sich allein.

Zum Buch „Wenn Frauen zu sehr lieben“ >>

Viele Grüße,
Janett Menzel

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